31. März 2025
die US-Handelspolitik wird das marktbeherrschende Thema der kommenden Tage, die US-Inflationsdaten bestätigen Befürchtungen einer Konjunkturabschwächung, und in der Berichtssaison der Schwellenländer können asiatische Unternehmen glänzen.
Die US-Handelspolitik wird in den kommenden Tagen das beherrschende Thema an den Börsen sein. Es stehen gleich drei wichtige Termine an:
Entsprechend könnte die kommende Woche die Finanzmärkte erneut ordentlich durchschütteln.
In den USA bestätigten die am Freitag veröffentlichten Daten jüngste Befürchtungen einer Konjunkturabschwächung bei gleichzeitig steigendem Preisdruck.
Die Marktteilnehmer reagierten verunsichert: US-Aktien gerieten unter Verkaufsdruck, während die Kurse von US-Staatsanleihen und Gold zulegten. Die an den Märkten eingepreiste Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte auf der übernächsten Fed-Sitzung am 18. Juni stieg auf 81 Prozent; bis Ende 2025 sind nun fast drei Zinssenkungen eingepreist. Noch Mitte März hatte die Mehrheit der Fed-Verantwortlichen bis Ende 2024 lediglich zwei Zinssenkungen prognostiziert.
Die Berichtssaison des vierten Quartals 2024 neigt sich in den Schwellenländern langsam dem Ende zu. Bisher haben knapp zwei Drittel der im MSCI Emerging Markets Index gelisteten Unternehmen ihre Ergebnisse vorgelegt. Berücksichtigt man die bereits vorliegenden und die noch erwarteten Daten, stiegen die Umsätze und Gewinne gegenüber Vorjahresquartal um 14 beziehungsweise 26 Prozent. Die stärkste Wachstumsdynamik wiesen – dank ihrer überdurchschnittlichen Margenausweitung – erneut asiatische Unternehmen mit einem Gewinnplus von 34 Prozent auf. Auf Branchenebene überzeugten vor allem Kommunikationsdienstleister sowie Unternehmen aus den Sektoren IT sowie Pharma und Gesundheit mit überdurchschnittlichen Gewinnzuwächsen, die somit die Gewinnerwartungen um mehr als fünf Prozentpunkte übertrafen. Für die kommenden zwölf Monate liegen die prognostizierten Gewinnzuwächse der beiden letztgenannten Branchen mit 22 und 26 Prozent fast doppelt so hoch wie im Durchschnitt der Schwellenländer.
Auch bei der Zusammenstellung des Schwellenländer-Portfolios könnte sich für mittelfristig orientierte Anleger eine Hantelstrategie aus zyklischen Wachstumstiteln und defensiven Substanzwerten auszahlen.
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Neuwahlen in Deutschland, der Regierungswechsel in den USA, die anhaltenden Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten: Wie sich Anleger im kommenden Jahr aufstellen sollten, habe ich in meinem Jahresausblick für Sie zusammengefasst.
Seit 30 Jahren verändern Teleskope, die im All schweben, unser Bild der Welt. Das europäische Weltraumteleskop Euclid verrichtet seine Arbeit rund 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Seine Aufgabe ist es, große Himmelsbereiche nach fernen Galaxien abzusuchen – und die ersten Resultate sind beeindruckend: In einer einzigen Woche entdeckte Euclid 26 Millionen Galaxien in bis zu 10,6 Milliarden Lichtjahren Entfernung. 380.000 davon wurden bereits genauer untersucht und mit KI-Unterstützung klassifiziert. Da das Teleskop seine Aufnahmen in sehr kurzer Zeit macht, kann es in den geplanten sechs Missionsjahren einige Himmelsregionen dutzende Male beobachten und jedes Mal neue Entdeckungen machen. Bis 2030 soll Euclid so ein Drittel des Nachthimmels vermessen – und könnte dabei 1,5 Milliarden neue Galaxien aufspüren.
Ich wünsche Ihnen einen ambitionierten Tag.
Herzlichst
Ihr Ulrich Stephan
Chefanlagestratege für Privat- und Firmenkunden
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Ressourcenwende, Unterstützung der Bevölkerung und Technologie der nächsten Phase: Für Anleger könnten sich daraus interessante und zukunftsgerichtete Investmentmöglichkeiten ergeben.
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